Im Rahmen des 3. Bioregionsforums des Gauja-Nationalparks erhielten 13 Tourismusunternehmen und Fachleute aus den Nationalparks Ķemeri und Gauja diese internationale Anerkennung.
Mit dieser Auszeichnung werden ihr bedeutender Beitrag zur Entwicklung eines nachhaltigen Tourismus, zum Schutz und zur Vermittlung des Natur- und Kulturerbes sowie ihr Engagement für eine gemeinsame Tourismusentwicklung gewürdigt, die der Natur, den lokalen Gemeinschaften und der regionalen Wirtschaft zugutekommt.
Die Partnerzertifikate wurden an folgende Unternehmen und Tourismusanbieter verliehen: Kārļa muiža GmbH (SIA „Kārļa muiža“) und Pie Putniem (SIA „Pie Putniem“), die Gästeführerin Sigita Klētniece vom Projekt „Cēsis Inside“, die Naturführer Aiga Auziņa, Santa Ruģēna und Rolands Auziņš, den Campingplatz und das Restaurant „Neptūns“ (SIA „Antila“), Arnita Pigita vom E-Bike-Verleih „Pendal Pedals“, Līga Gulbe, die Gründerin der Designmarke „MarShï“, das Tourismus- und Kunstzentrum „Mākoņi un māls“, die Brauerei „Valmiermuižas alus“, den Anbieter für Outdoor-Aktivitäten „Boards You“ sowie das Tourismus- und Gastronomieunternehmen „Saule Bīriņu Pils“.
Die neu zertifizierten Partner bieten ein breites Spektrum an touristischen Erlebnissen und Dienstleistungen in den Schutzgebieten Lettlands. Dazu gehören geführte Touren, Unterkünfte, Gastronomie, traditionelles Handwerk, Design, Aktivtourismus, Naturerlebnisse und die Vermittlung des kulturellen Erbes. Ihr gemeinsames Ziel ist es, Besuchern die einzigartigen Natur- und Kulturwerte der Nationalparks näherzubringen, das Bewusstsein für deren Bedeutung zu stärken und gleichzeitig zu ihrem Erhalt für zukünftige Generationen beizutragen.
Die Verleihung der Partnerzertifikate markiert einen neuen Meilenstein in der Entwicklung des nachhaltigen Tourismus in den Schutzgebieten Lettlands. Dieser Weg begann bereits 2012, als der Ķemeri-Nationalpark als erstes Schutzgebiet Lettlands mit der Europäischen Charta für nachhaltigen Tourismus ausgezeichnet wurde. Im Jahr 2025 folgte der Gauja-Nationalpark.
Während die erste Stufe der Charta einen Nationalpark als nachhaltig gemanagte Tourismusdestination anerkennt, würdigt die zweite Stufe – das Partnerprogramm – die aktive Beteiligung touristischer Akteure, insbesondere lokaler Unternehmen, an der Verwirklichung gemeinsamer Nachhaltigkeitsziele der Destination.
Im Rahmen des Zertifizierungsverfahrens reichten die teilnehmenden Unternehmen Aktionspläne für eine nachhaltige Entwicklung ein und führten Gespräche mit Vertretern der Charta-Arbeitsgruppe der nordisch-baltischen Sektion der EUROPARC Federation aus Lettland, Estland und Schweden. Dabei wurden insbesondere die vielfältigen Erfahrungen der Unternehmer sowie ihr starkes Engagement für den Schutz und die nachhaltige Entwicklung jener Naturgebiete hervorgehoben, in denen sie leben und arbeiten.
Die Europäische Charta für nachhaltigen Tourismus in Schutzgebieten wurde 1995 von der EUROPARC Federation ins Leben gerufen. Sie fördert einen verantwortungsvollen und nachhaltigen Tourismus in Europas Schutzgebieten und stärkt die Zusammenarbeit zwischen Schutzgebietsverwaltungen, Tourismusunternehmen und lokalen Gemeinschaften.
Durch die Umsetzung der Charta-Prinzipien wird ein Tourismus gefördert, der Natur und Menschen gleichermaßen respektiert, das Natur- und Kulturerbe bewahrt und den internationalen Wissens- und Erfahrungsaustausch unterstützt. Gleichzeitig eröffnet die Charta Möglichkeiten, von anderen europäischen Schutzgebieten zu lernen, und stärkt das Image der jeweiligen Region als verantwortungsbewusste und hochwertige Reisedestination.