Schloss Sigulda

Das Schloss, hinter dessen Steinwänden einst die Fürsten ihre Zeit in Muße verbracht haben und heute das berühmteste Fest der Opernmusik stattfindet, war viele Jahrhunderte der Mittelpunkt verschiedener historischer Ereignisse. Die Nähe des Flusses Gauja und die wilde Natur im alten Flusstal bilden eine einzigartige Szene für die Bewunderung von Kunstwerken der Menschheit und der Natur. Die sanfte, leise Musik aus dem Schlosspark und die Betriebsamkeit des kreativen Viertels beleben die harmonische Atmosphäre des Schlosses. Das alles macht den Besuch des im neogotischen Stil gebauten Schlosses zu einem feinen und unvergesslichen Erlebnis.

Die Luft ist von majestätischer Stille des alten Flusstals von Gauja durchdrungen. Deshalb kann man sich hier wie ein Schlosswächter am Ende der Welt fühlen, der in der umgebenden Klanglandschaft jedes Geräusch aufhorchen muss. Beim Abschuss des Armbrustpfeils hört man, wie er wie ein freier Vogel im raschen Flug pfeift...

 

FEATURES

Neogotisches Schloss des Fürsten

Das idyllische Zuhause der Familie des Fürsten Kropotkin, gebaut in den malerischen Landschaft an der Gauja für Erholung und Lebensfreude, besitzt immer noch ihre Anziehungskraft und die feine Atmosphäre der alten Zeiten, die hier früher Künstler und Adlige genossen haben.

Burgruinen des Livländischen Ordens

Beim Spazieren entlang die Mauern der Burg entstehen in der Phantasie Bilder aus dem Leben des Mittelalters. Von den erneuerten Türmen kann man die wilde Natur der Umgebung beobachten. Die erhaltenen Ruinen bilden eine Vorstellung von der früheren Mächtigkeit der Burg und lassen träumen – wie in der Romantikzeit, als Ruinen als Kunstwerke betrachtet wurden.

Konzerte, Kulturveranstaltungen

Traditionen der Nachmittage des Teetrinkens, die seinerzeit von Künstlern angefangen wurden, werden heute in Form von inspirierenden Konzerten, Ausstellungen und kreative Werkstätten gepflegt. Der Morgenkaffee erhält seinen eigenen Klang, wenn man unter Begleitung traumhafter klassischer Musik frühstückt.

Kreatives Viertel

In den alten Gebäuden des Landgutes hantieren jetzt Meister der kreativen Handwerke, und die Besucher können ihre Arbeit nicht nur beobachten, sondern auch die eigene Hand anlegen, um besondere Sachen als Mitbringsel herzustellen.

Zeugnisse der Ritterzeit

Zwischen den Mauern der alten Burg des Livländischen Ordens kann man sich wie als tapferer Ritter des Mittelalters fühlen, den Harnisch anprobieren und die Geschicklichkeit beim Umgang mit Waffen und Armbrust beweisen, sowohl den Alltag und die Bräuche der Livländischen Ordensbrüder kennen lernen.

Aussicht auf das alte Flusstal von Gauja

Es ist kein Zufall, dass die deutschen Ritter ihre Festung an den steilen Ufern von Gauja gebaut haben. Beim Teetrinken auf der Burgterrasse oder vom Burgturm kann man eine der schönsten Landschaften Lettlands sehen.

 

 

 

 

Zusätzliches Angebot

Führungen in der Burg des Livländischen Ordens | Spiele mit mittelalterlichen Waffen | Werkstätten der Handwerker – Besuche und kreative Aktivitäten | Kulturveranstaltungen: Internationales Opernfestival, musikalisches Frühstück u.a.

Heutzutage ist Schloss Sigulda Sitz des Bezirksrates.

 

Die Burg ist die älteste Steinburg im Kreis von Sigulda. Ihr Leben begann im 13. Jahrhundert, als hier vom Livländischen Orden eine Festung gebaut wurde. Anfang des 18. Jahrhunderts, während des Nordischen Krieges wurde die Burg zerstört und seitdem nicht mehr erneuert. Heute ist nur ein Teil der Festung erhalten, und der Burgturm wurde erneuert. Vom Turm kann man die schönen Landschaften der Umgebung sehen, den Innenhof der Burg beobachten und sich den Alltag des mittelalterlichen Lebens vorstellen.

 Das neue Schloss von Sigulda wurde Ende des 19. Jahrhunderts im neogotischen Stil als Wohngebäude der Familie des Fürsten Kropotkin. In dieser Zeit hat sich Sigulda zu einem Reiseziel der Sommerurlauber und Touristen entwickelt – insbesondere, dank der neu errichteten Eisenbahnstrecke.

Nach dem Ersten Weltkrieg, als das Schloss zerstört war, wurde es zum Haus der kreativen Erholung und des Schaffens für Schriftsteller und Journalisten, erhielt den Namen „Schriftstellerpalast“ und eine einzigartige Innenausstattung im Stil der Nationalromantik.

1937 erlebte das Gebäude umfangreiche Sanierung unter Leitung von August Birkhahn. Das Schloss von Sigulda wurde zum prachtvollsten und modernsten Erholungspalast im Baltikum. Seine Berühmtheit hat sogar Frankreich erreicht.

Heute befindet sich im Schloss der Kreisrat von Sigulda, und die umgebenden Gebäude des Landgutes werden zum kreativen Zentrum, wo Handwerker und Künstler ihre Ideen verkörpern können und im altertümlichen Milieu moderne Kunstwerke entstehen.



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