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Die Papierfabrik von Līgatne

Die Papierfabrik von Līgatne, die ab 1815 fast 200 Jahre in Betrieb war, ist ein einzigartiges industrielles Gebäude. Es ist das älteste lettische Unternehmen, das ohne Unterbrechung so lange in Betrieb war.

Das erste Fabrikgebäude wurde auf dem vom Gutshof Paltmale verpachteten Grundstück am Ufer des Flusses Līgatne von Conrad Justus Storch und Karl Kyber erbaut. Für die Bedürfnisse der Papierherstellung wurde ein Aquädukt und Schleusen erbaut und ein Kanal eingerichtet. In der Handfabrik oder Anfabrik wurde das Papier bis 1871 aus Leinenlumpen von Hand hergestellt, jedoch bis zum 2. Weltkrieg wurde hier Papiermasse gefertigt, die in die Hauptbetriebsstätte befördert wurde.

Die Hauptbetriebsstätte, in der 1849 die erste Papierherstellungsanlage in Lettland aufgestellt wurde, wurde 1830 erbaut, und damit begann die industrielle Herstellung von Papier. In der Hauptbetriebsstätte wurde das Papier bis 2014 hergestellt. Im Laufe der Zeit wurden als Rohstoffe Leinenlumpen, Zellulose, Holz-Masse und Altpapier benutzt.

Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts wird Līgatne zum wichtigsten Hersteller qualitativen Schreibpapiers in Lettland und im zaristischen Russland, es war Papier für Armeekarten, Papier mit Wasserzeichen u.a.  Während der ersten Unabhängigkeit hat Lettland das Papier von Līgatne in alle fünf Kontinente exportiert.

Vom Altpapier wurde seit 1994 qualitatives Papier fürs Zeichnen und Aquarellpapier, sowie  in geringfügigen Mengen Papier mit Wasserzeichen und schwarzes Papier hergestellt.

Zurzeit ist es in der Papierfabrik möglich, sich unter Führung mit dem Verfahren der Papierherstellung, mit den Papierherstellungsanlagen und sonstiger Ausrüstung der Fabrik bekannt zu machen.

 
 

 



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